Also, wenn ich an den Bären oder an russischen Zaren denke, läuft es mir noch eiskalt über den Rücken. Aber Spaß beiseite! Höhepunkt Nummer Eins war für mich der Waldlauf, den wir mit viel Schweiß hinter uns brachten. Es galt, Erste-Hilfe Fragen zu beantworten, Knoten zu machen, eine Kohte auf zu bauen und vieles mehr. Nach der Karte zu laufen war zwar nicht einfach, aber irgendwie fand sogar die Sippe Kiebitz das Lager wieder.
Der zweite Höhepunkt war der Weltenabend. Die Chinesen holten die Energie vom Himmel herunter, indem sie mit Adlerstellung, Drachenstellung usw. arbeiteten. Die Griechen befragten das Orakel – und bald wurde der Didel-didel-Tanz aufgeführt. Die Türken lehrten wie man zu Mohammed betet und brachten ein Getränk mit, das ein türkischer Trank sein sollte. Es gab auch Tschai. Der Spielenachmittag durften natürlich nicht fehlen. Da ging es schon ein bisschen chaotisch zu. Beim Büffeljagen schwitzten wir ganz schön.
Das Balancieren wurde für viele zum nassen Verhängnis und beim Schwammwerfen bekam es mancher auch mit dem Wasser zu tun. Auch bei der Bärenjagd ging es hoch her. Der Bär brummte und jeder Indianer machte sich fast in die Hosen. Schließlich fing man den Bären doch ein und es wurde ein Siegestanz aufgeführt. Als dieses geschehen war, war der Bär wieder verschwunden. Na ja, das war babybärenstarke Sache. Da war dann noch das Geländespiel der Wölflinge, wo es kurz nach Beginn eine Schlägerei gab. Kurz, das Lager war eine gelungene Sache.
Nach dem Spiele-Nachmittag ging es dann langsam wieder heim. Vorher bauten wir noch die Zelte ab. Die Heimfahrt verlief, bis auf einen Platten, reibungslos. So ging ein wunderschönes Lager zu Ende.
Thomas Brunner
1988 in der Stammeszeitung „Greif zu!“
