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Allerhand 2015 – Zusammenkommen, Aufbrechen, Mitmachen

Veröffentlicht am 18. Juni 20152. April 2026 von Timo

Geschrieben von Julia Walter am 18.6.2015

Die Rucksäcke sind gepackt, der Bus gebucht und die Anmeldungen abgegeben.
Egal ob mit dem Reisebus, Auto, einem Sonderzug, dem Fahrrad oder einfach zu Fuß traten knapp 3500 Pfadfinder des Deutschen Pfadfinderverbandes am Pfingstwochenende die Reise nach Adelsdorf in Mittelfranken.
Unter dem Motto:

Allerhand – Zusammenkommen, Aufbrechen, Mitmachen“

verbrachten wir 4 schöne Tage, umgeben von Naturschutzgebiet, auf einem großen Lagerplatz.

Es galt die Themen Gemeinschaft, Grenzenlosigkeit, Tradition zu verbinden. Diese führten durch alle Aktionen & Angebote.
Alle ob groß oder klein sind sehr gespannt wie es werden wird.

Am Freitagnachmittag ging es auch für uns los zu einem der größten Pfadfinderlager in Deutschland, dem DVP Verbandslager 2015, so ein Lager findet nur alle 5 – 7 Jahre statt.
Nach einer staureichen Fahrt kommen wir schließlich um ca. 20 Uhr bei Adelsdorf in Mittelfranken an. Glücklicherweise waren die meisten unserer Zelte, dank unseren Aufbautrupps der eine Woche zuvor anfing, schon fertig aufgebaut und Bezugsbereit.

Den Überblick über den gesamten Lagerplatz zu bekommen war sehr schwer, bei gut 3500 Pfadfinder & Pfadfinderinnen kommt schon eine Menge an Zelten, Wasser – & Waschstellen & Dixi – Toiletten zusammen. Der Lagerplatz war in kleinere Unterlager aufgeteilt, denen jeweils 3 – 4 Bünde zugeteilt wurden, somit bekommt man einen leichteren Überblick, eine bessere Planung Zwecks Planung und Programm und lernt schneller auch andere Pfadfinder kennen.

Am nächsten Morgen begann das Programm angefangen bei einer Eröffnungsrunde, bei dieser das extra für dieses Lager geschriebene Lied gesungen wurde, mit hohem Besuchs des Bürgermeisters & die Stellvertretung unseren Schirmherr von Bayern, Horst Seehofers, durch den Innenminister Joachim Hermann die Ansprachen hielten & auch die Lagerleitung erzählte von der Planung und mehr.
Mit Aktion „ Gruppen laden ein“ begann das Programm dabei suchte sich jede Meute & Sippe eine Partnergruppen mit der sie den Vormittag verbrachte & am Nachmittag das Geländespiel besuchte.
Mit dem Thema Tradition beschäftigten wir die PSD (Pfadfinderschaft Süddeutschland) uns in der großen Jurtenburg die unter der Motto Straußenwirtschaft stand ausgiebig. Von einem Auftritt der Folkband Oleg and the Popovs, über das Angebot von Tschai, Tee & Flammkuchen und auch zahlreichen Singerrunden feierten wir mit Gitarren, Kontrabass und Akkordeon ein wenig mit hunderten von Pfadfindern jeden Abend.

Sonntags standen Workshops an bei denen „Herz“ „Kopf“ oder „Hand“ gebraucht wurden. Diese Angebote waren sehr Vielfältig und von Töpfern, über Hanna Tattoos, Freundschaftsbändchen selber basteln, Raufspielen, einem Pool, Schnitzen und viel e viele Mehr war für jeden etwas dabei. Nach einer kleinen Mittagspausen und ausgiebigem Essen ging es am Nachmittage weiter mit den Workshops bis spät in den Abend, gefolgt von einer täglichen Singerrunde war der Tag sehr ausgewogen. Ein aktuelles Thema für eine Diskussion war auch die Flüchtlingssituation in Deutschland. Auch kleinere Hintergrundprogramme fanden satt bei dem es zum Beispiel es eine Lagerpost gab, jedes Zelt bekam eine „Hausnummer“ zugeteilt und jeder Große und Kleine Pfadfinder konnte Briefe an eine beliebige Person verschicken.
Alles im Allen war für jeden etwas dabei um den Tag mit Spaß und Guter Laune zu verbringen.

Wenn man mich fragen würde, ein Großlager in zwei, drei Sätzen zu beschreiben, würde ich sagen das kann man nicht.

Denn es ist immer etwas ganz besonderes, mit tollen Erfahrungen & vor allem die Erinnerung die man damit verbindet. Getreu nach dem Motto Zusammenkommen, Aufbrechen, Mitmachen ist man mit Herz & Seele dabei, findet neue Freunde und verbringt mit alten Freuden ein paar schöne und lustige Tage. Man benutzt Kopf, Herz und Hand um immer wieder tolle Aktionen und Programmpunkte auf die Beine zu stellen und am wichtigsten ist es Spaß und die Erinnerung zu haben die Groß und Klein an solche Lager haben.

Aufbautagebuch

Geschrieben von Timo Reuter

Samstag

8 Uhr morgens – der Wecker klingelt. Noch drei Stunden Zeit zu packen. Also raus aus den Federn,  erstmal duschen und los geht’s. Um 12 soll ja schon der Mietwagen abgeholt werden. „Nö 13 Uhr passt mir besser“, dachte sich der Vormieter.

Nach 5 Stationen und 600 km über Oberkirch, Hohenwettersbach, Bruchsal und Bargen erreichen Wooki, Schochi und ich gegen 23 Uhr den Lagerplatz. Ein paar Zelte sieht man im Licht der Scheinwerfer verstreut auf dem riesigen Lagerplatz stehen. Es ist dunkel, kein Stern ist zu sehen, man hört ein paar Leute reden oder singen, doch es überwiegt das Quaken der Frösche in den Karpfenteichen.

Wie ein weißes Blatt Papier

Sonntag

Der erste Tag des Aufbaulagers geht zu Ende, in der Kleeblattjurte gibt es eine Singerunde. Doch die meisten der 40 Helfer sind zu erschöpft um zu singen. Es wurden mehrere km Trinkwasserleitung streng nach Vorschrift unter der Erde verlegt, eine Waschstelle gebaut, tausende Zeltstangen nach Länge sortiert und auch die PSD-Jurtenburg nimmt Form an.

Auf dem Weg zum Schlafzelt fallen mir die Sterne ins Auge, keine Wolke am Himmel, kein anderes Licht weit und breit. Heute gesellt sich zum Quaken der Frösche ab und zu das dumpfe Brummen des Kontrabass.

Montag

8:15 Uhr ein Horn wird geblasen, in 15 min gibt es Frühstück.

Karo und ich bringen den Mietwagen nach Bamberg, die anderen beschäftigen sich mit der Jurtenburg. Pünktlich zum Mittag sind wir zurück.

Kurz vor  dem Abendessen nimmt das Unglück seinen Lauf: ein Jurtendach von JvS reißt ein, das selbe, das auch schon auf dem Meißner gerissen war. Also nach dem Essen noch das Dach vom Matlager in die Jurtenburg gebastelt und das neue Dach von JvS (mit Traufkante) ans Matzelt. Solange bis es wirklich zu dunkel ist.

Beim Abendessen wurde gesagt, dass morgen erst um 9:15 Uhr gefrühstückt werden kann. Was bedeutet: Arbeitsbeginn um 10. Daher haben Olli und ich beschlossen,  aufzustehen und anzufangen sobald die Sonne aufgeht.

Dienstag

5:40 Uhr – Sonnenaufgang, Olli ist unmotiviert (unaufweckbar) ich schreibe meinen Artikel weiter.

6:30 Uhr – 2.Weckversuch …

Mittwoch

Es ist Mittwochabend, der PBN richtet eine abstrus reglementierte Singerunde aus (z.B. ALLES wird linksrum weitergegeben und jeder soll aus allen Tassen trinken), ich sitze in der Matjurte.

Die Taktik mit der Sonne aufstehen und ins Bett gehen hat sich bewährt, seit gestern Morgen ist viel passiert: Die Jurtenburg ist fertig dekoriert, die Pooljurte ist eingerichtet und das Wasser wird langsam warm und vorhin wurden gefühlt 100 Dixis geliefert. Aber für morgen bleiben noch tausend Kleinigkeiten zu erledigen.

Übrigens: der Pool ist der Hammer – vergesst auf keinen Fall eure Badehose.
Achja, „Schönen Gruß“ vom Olli.

Veröffentlicht als Bericht, DPV, Lager

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