Hajk in der Sächsischen Schweiz

Verzauberte Schluchten, majestätische Felsformationen, düstere Wälder – der diesjährige Hajk hatte von all dem etwas zu bieten. Es ging ins Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz. Eine Woche lang wanderten wir mit Sack und Pack beladen durch das Gebirge und die Täler und entdeckten dort so manchen verlassenen Ort.

Von Bad Schandau aus ging es los in den östlichen Teil des zweigeteilten Nationalparks „Sächsische Schweiz“. Hier ging es unter anderem auf die „Hohe Liebe“, einen Berggipfel, der aus einem großen Felsbrocken besteht und von dem man einen herrlichen Blick über den Nationalpark hat.

In den Flüssen im Park konnte man sogar baden und sich – natürlich mit biologisch abbaubarem Shampoo – waschen, kein Schaden bei einer Tour über 7 Tage ohne Dusche oder sonstige sanitäre Anlagen.

Aber auch außerhalb des Nationalparks konnte man eine wunderschöne Landschaft bestaunen. Der Panoramaweg „Alte Hohe Straße“ etwa, der einen von einer Aussicht zur nächsten führt. Oder der sich zurzeit leider in Renovierung befindliche „Unger“, ein Aussichtsturm, der einen weiten Blick über die gesamte Region garantiert.

Das wirkliche Highlight war jedoch trotzdem der Nationalpark, von dem wir später auch den westlichen Teil besuchten. Hier ging es den Malerweg entlang, der schon vor 150 Jahren für die Maler der Romantik wie Caspar David Friedrich eine Inspirationsquelle war.

Am letzten Tag besuchten wir zudem die Felsenburg Neurathen und die Bastei, zusammen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der gesamten Region: Mehr als 100 Meter über der Elbe thronte hier vor 800 Jahren eine stolze Burg direkt an den Felsabhängen. Wer sich mit voll beladenem Rucksack von Rathen aus auf den Weg den Berg hoch gemacht hat, kann sich vorstellen, was für unglaubliche Mühen der Bau der Burg bereitet haben muss. Auch die Basteibrücke, eines der zusammen mit der Semperoper meistfotografierten Bauwerke Sachsens, konnten wir besichtigen. Sie wurde vor etwas weniger als 200 Jahren von König Friedrich August von Sachsen errichtet.

Auch wenn es ab und zu ein wenig steil war oder es doch auch mal einen Weg mit insgesamt über 850 Stufen und ca. 120 Höhenmetern hochging, lohnten sich die Mühen des Hajks trotz zwischenzeitlicher „Kein-Bock-Phase“. So war trotz der Freude auf zu Hause nach 2 Wochen doch auch ein gewisser Wehmut spürbar, als wir unsere Sachen ein letztes Mal packten und ein letztes Mal an der Elbe zwischen den Bäumen schliefen.